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Fahrrad.de frustriert durch schlechte Onlinewerbung

Stellen Sie sich vor, Sie suchen schon länger nach Fahrradschuhen. Dank moderner Zutaten wissen das natürlich auch Werbezulieferer, sodass Sie beim Surfen auf folgende Anzeige stoßen:
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Das erscheint natürlich ausgesprochen günstig, daher klickt man doch gleich mal auf einen der Schuhe:

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Schon erlebt man den ersten Frust. Besagten Schuh gibt es nur noch in einer ganz exotischen Größe. Nun könnte der Werbefachmann sagen, dass dies ja nur der Einstieg auf die Website sein soll, gewissermaßen das nahezu ausverkaufte Lockangebot. Nagut, dann sind wir mal nicht ganz so frustriert, sondern gucken uns weiter unten um und finden unter „Das könnte dir auch gefallen“ weitere Angebote.

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Prima, gleich mal drauf geklickt:

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Gleiches Resultat. Wer da noch nicht aufgibt, muss schon ein enormes Schnäppchenjägergen in sich tragen. Alle anderen werden wohl nicht nur teuer für Fahrrad.de (viele Klicks auf Anzeigen, die schlussendlich zu keinem Kauf führen). Vielmehr werden diese wohl auch so schnell nicht mehr auf Fahrrad.de nach neuen Angeboten gucken.

Kundenservice leicht gemacht

Immer schön, wenn man sich als Kunde verstanden fühlt. Besonders gut macht das dieser Tage Daily Deal vor. So bekommt man auf seine Kundenanfrage (Produkt ist nicht eingetroffen) folgende Antwort:

bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der Fülle von Anfragen, die uns täglich erreichen, an diese E-Mail-Adresse gesendete Kundenanfragen nicht bearbeiten und beantworten können.

Der Verweis auf die Website klärt zwar eventuelle Fragen, Probleme lösen kann diese aber nicht. So wird der Kunde mit dem vom Unternehmen verursachten Problem allein gelassen. Well done, DailyDeal!

Lose-Win-Situation beim Onlinekauf

Verkäufer reden ja oft von einer inszenierten Win-Lose-Situation: Der Verkäufer lässt sich dabei vordergründig über den Tisch ziehen, um dem Käufer das Gefühl zu geben, dass nicht nur dieser etwas gewonnen habe, sondern der Verkäufer auch noch etwas verloren.  Somit verlässt der Käufer mit dem Artikel und einem guten Gefühl den Laden.

Der Onlinehändler cortexpower.de GmbH dreht das Schema nun um. Sucht man nach einem Vaude Parka, findet man einen um 35% reduzierten für ca. 150 €. Geht man dann jedoch auf die Detailansicht, kostet der Artikel auf einmal rund 10 Euro mehr.

Cortex35

Cortex30

Ferry Ultra

Zugegeben, Ralf Zacherl ist ein Sympath, den man nur zu gern als Testimonial haben will. Trotzdem sollte man auch prominenten Werbebotschaftern die richtige Aussprache des Produktes beibringen, sonst wird, wie beim aktuellen Spot des Spülmittels, Fairy zu Ferry, oder auf Deutsch: Die Fee zur Fähre, also diejenige, die die Arbeit übernimmt zu dem, was auf dem Wasser schwimmt – und das ist in Spülmaschinenspots meistens Fett…